Mies van der Rohe

Ludwig Mies van der Rohe stellte Meisterwerke wie den Stuhl Cantilever her, der ohne Hinterbeine das ganze Gewicht auf das vordere Paar und die horizontale Verlängerung verlagert. Er wurde 1927 auf den Markt gebracht und wurde zu einem wichtigen Beispiel für das Design des 20sten Jahrhunderts. Auch der Stuhl Barcelona ist ein klassisches Werk des modernen Möbeldesigns des 20sten Jahrhunderts und wurde zusammen mit der dazugehörigen Ottomane und dem Couchtisch von Ludwig Mies van der Rohe für den deutschen Pavillon der Weltausstellung von 1929 in Barcelona entworfen. Diese Kreationen von Mies van der Rohe dienten als Throne für die spanischen Könige, die den Pavillon besuchten. Ursprünglich bestand die Struktur aus poliertem Edelstahl und die Oberfläche und Lehne des Sitzes aus Schweineleder, jedoch wurde das Design später der Massenproduktion angepasst.

Die Designs von Mies van der Rohe zeichneten sich durch ihre harmonischen Proportionen und eleganten Formen aus, die sie fast in bildhauerische Objekte verwandeln, die einen Platz in einer Kunstgallerie verdient hätten. Der Gebrauch von traditionellen und modernen Materialien, die sich der funktionellen Absicht anpassen und die Vereinigung des Gestells und des Sitzes als getrennte Komponenten anstrebt, bringt auf perfekte Weise die Konzeption, die Mies vom Internationalen Stil im Sinne hatte, zum Ausdruck.

Mies van der Rohe, Werke die auf dem Prinzip „weniger ist mehr“ basieren

Ludwig Mies van der Rohe war ein deutscher Architekt. Er begann in der Werkstatt seines Vaters zu arbeiten und später kollaborierte er mit dem Studio von Bruno Paul und dem von P. Behrens, wo er Walter Gropius und Le Corbusier kennenlernte, die zusammen mit Frank Lloyd Wright als größte Architekten des 20sten Jahrhunderts galten. Anfangs orientierte er sich in Richtung neoklassischer Architektur, doch das Werk von H. P. Berlage veranlasste ihn dazu, sich neu zu erfinden. Nach dem Ersten Weltkrieg schloß er sich verschiedenen avantgardistischen Bewegungen an und begann revolutionäre Projekte durchzuführen so wie das für ein Bürogebäude in der Berliner Friedrichstraße, das aus drei Türmen mit zwanzig Stockwerken bestand, die über einen zentralen Kern für Treppen und Fahrstühle verbunden wurden.

Er veröffentlichte das Magazin G in Zusammenarbeit mit Hans Richter und kam mit den fortschrittlichsten Künstlern der Zeit in Kontakt. 1926 begann er Werke gewissen Ausmaßes zu realisieren so wie das Haus Wolf in Guben, komplett aus Ziegelsteinen bestehend und das Haus Hermann Lange in Krefeld. Daneben erschuf er auch das Monument für Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, welches von den Nazis zerstört wurde. Dank dieser Werke wurde Mies van der Rohe zu einem der renommiertesten Architekten wie z.B. durch offizielle Aufträge wie der experimentelle Wohnkomplex Weißenhofsiedlung für die Stuttgarter Ausstellung von 1927.

1929 ereignete sich mit dem deutschen Pavillon für die Weltausstellung in Barcelona der Durchbruch für Mies van der Rohe. Dieser wird daher als das größte Meisterwerk von Mies van der Rohe und als eines der einflussreichsten architektonischen Bauten des 20sten Jahrhunderts angesehen. Seine meist geschätzten Merkmale sind die enorme Schlichtheit und die Kontinuität der Räume, die weder Anfang noch Ende zu haben scheinen.

Die folgenden Werke von Mies van der Rohe setzten die charakteristische Schlichtheit und den fortschrittlichen Gebrauch der neuen Konstruktionsmaterialien wie Stahl, Stahlbeton und Glas fort, sodass man die Struktur in ihrer Nacktheit aufnahm und die Schönheit über die linealen Formen neu entdeckte.

Nachdem er Bauhaus leitete, wanderte er in die USA aus, wo er zum Direktor der Fakultät für Architektur vom Illinois Technology Institute von Chicago erkoren wurde, für das er einen neuen Campus entwarf und somit auch in Amerika an Bekanntheit gewann. Eine goldene Nase verdiente sich der Architekt mit dem berühmten Seagram Building von New York und der Neuen Nationalgalerie von Berlin. Mit diesen Mies van der Rohe-Werken stellte er sich anhand des Horizontalismus seiner europäischen Architektur dem vorherrschenden Vertikalismus der amerikanischen Werke entgegen.

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